Sonntag, 5. Oktober 2008

Rosi, i hol di mit dem Traktor ab


Genau genommen kam sie Donnerstag mit dem Hermes-Boten, Rosi aus Bayern, mein Häkelschaf aus der Tauschaktion "Schafe suchen ein Zuhause" bei Ravelry. Danke nochmal, Pzycho, sie ist wirklich entzückend.

Ich selbst bin noch nicht ganz fertig mit meinem Tauschschäfchen und ich habe auch kräftig geflucht, weil ich mir zumindest für den Schafkörper in den Kopf gesetzt hatte, ein plüschiges Garn zu nehmen, welches sich leider total schlecht verhäkeln lässt. Die Arme und Beine liegen hier gerade so herum, während das arme noch namenlose Schaf zwar schon ein Gesicht, aber nur ein Ohr hat. Aber ich arbeite dran. Die Empfängerin ist nämlich so etwas wie eine Expertin, soviel sei verraten.

Stricken mit Würstchen

Ich habe es zwar nur in der Rückschau bei Frau Tichiro gesehen, aber wer möchte nicht trotzdem seinen Senf dazugeben, wenn Herr Gottschalk schon mal darin badet?

Wie auch immer, bei Wetten, dass? gab es gestern eine Saalwette, in der Thomas Gottschalk wettete, dass sich keine zehn Nürnbergerinnen finden würden, die mit Würstchen stricken können. Genauso gut hätte er wetten können, dass sich keine hundert finden würden, die diese altmodische Technik überhaupt noch beherrschen. Dazu noch Männer. Himmel. "Wie konnte das passieren?", fragte er einen der strickenden Herrschaften.

Herrje. Ich klau mir mal eine Bemerkung, die hierzu bei Ravelry gefallen ist: Muggels halt.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Totaaaal subversiv

Frauen küssen ist mal wieder total trendy. Und so provokativ *gähn* Jedenfalls hat eine junge Dame namens Kate Perry damit gerade einen Hit gelandet.



Immerhin ein Gute-Laune-Song und singen kann sie auch, auch wenn ich das gleichnamige Lied der ebenfalls heterosexuellen Jill Sobule in den Neunzigern irgendwie peppiger fand. Hier mal beide im Vergleich:

Dienstag, 30. September 2008

Saunaferkeleien in blauweiß

Überall ist jetzt Oktoberfest, blauweiße Tischdecken scheinen im Moment der Verkaufsschlager schlechthin zu sein und jede Eckkneipe prahlt mit einer laminierten Extrakarte und bajuwarisch anmutendem Ambiente.

Sogar die Saunabar im Osnabrücker Nettebad wollte da nicht hinten anstehen. Zwar wirken Paulaner, Weißwürstl und Bayernwimpel zwischen Birkensaft, Wellnessdrinks und Honigaufgüssen erst mal ein wenig deplatziert, jedoch kann ich mir schon vorstellen, dass derlei Bodenständiges manchmal genau das Richtige ist, warum also nicht?

Eines jedoch habe ich auf der Karte gefunden, was ich zwar durchaus gelegentlich in der Sauna, nicht aber auf dem Teller vermutet hätte: Frisches Spannferkel.

Was genau einem da serviert wird, möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen.

Samstag, 27. September 2008

Ist ja nicht so, dass ich nicht mehr stricke

Da wären noch diverse Fotos nachzureichen. Zum einen von meiner giftgrünen Lacewolle, mit der ich inzwischen fast die Hälfte der Matilda genadelt habe.



Zum anderen habe ich endlich, endlich meinen Lace Ribbon Scarf fertig. Er ist durchs Spannen ein gutes Stück gewachsen (zieht sich inzwischen aber wieder ein bisschen zusammen) und auch die Wolle ist schön weich und "tuchartig" geworden. Sehr edel, tolle Farben, die Mühe hat sich wirklich gelohnt.

Sunshine in my pocket - aber frag nicht nach Sonnenschein (sondern machs Dir selbst, Baby)

An Tagen wie dem heutigen kann man anderen Menschen ja sogar etwas Sonne abgeben und hat immer noch genug. Ich war heute bei schönstem Altweibersommerwetter in Bielefeld auf der handmade und danach noch zum Stricken im einem noch viel schöneren Straßencafé. Bei soviel Sonne und milden Temperaturen kann man es doch aushalten - zumal ich gerade Urlaub habe.

Doch der Herbst bringt ja oft genug auch fieses Schmuddelwetter und die Zeit, bis da mal Besserung eintritt, erscheint einem oft endlos und trostlos. Was tun? SoKnitPicky hatte da eine tolle Idee: Sonnenschein für die Hosentasche, benannt nach dem Hit von Natasha Beddingfield. Jetzt nicht unbedingt so meine Musik, aber die Idee fand ich einfach nur süß. Und dann habe ich mir die Anleitung angeguckt, kurz überlegt und gedacht: Hm, könnte man das nicht viel einfacher häkeln? Nach knapp einer halben Stunde oder so kam dies hier dabei raus:

LittleSunshine

Es ist ebenso einfach wie effektiv, Sonne häkeln und einem Menschen Sonnenschein schenken (oder sich selbst) - Anleitung folgt.

Samstag, 13. September 2008

Nadel und Faden 2008

Leider hatte ich keine Batterien mehr für den Fotoapparat, somit werdet Ihr mit meiner Erzählung vorlieb nehmen müssen.

Es war ein wunderschöner Tag. Um 11.16 habe ich sieben Frauen am Hasetor-Bahnhof abgeholt, und später gesellte sich noch Frau engelsgnom zu uns, die es vorzog, mit dem Auto zu fahren.

Nach einem Besuch in der Wollperle und einem Café in der City bei schönsten Sonnenschein, aber recht herbstlichen Temperaturen (an die werde ich mich jetzt wohl so langsam gewöhnen müssen) ging es in die pickepackevolle Stadthalle zur Handarbeitsmesse "Nadel und Faden".

Wie spannend ist die nun für Strickerinnen? Sagen wir so: Es gab viel zu sehen und viel zu fühlen. So manches Garn mal in der Hand gehabt zu haben kann ja auch ganz heilsam sein: Das Lacegarn von Evilla (übrigens neben Kidsilk Haze das einzige, was ich auf der gesamten Messe gesehen habe) muss ich nicht haben (kratzig) und die Noro-Sockenwolle ist zugegebenermaßen was fürs Auge, aber schweineteuer und ebenfalls relativ kratzig. Also gerade noch akzeptabel für ein Tuch vielleicht.

Auf unsere Ravelry-Buttons sind wir sogar von Herrn Zitron angesprochen, und auch eine Frau, die Drops und Uru-Wolle verkaufte, hatte schon einen Account.

Gekauft habe ich mir - nein, keine Wolle - sondern einen Wollabwickler aus Ahornholz, der nun vor mir auf dem Boden steht und meine Wolle gleichmäßig abwickelt, während ich stricke. Da ich es hasse, wenn mir beim Stricken am PC oder beim DVD-Gucken die Wolle unter den Tisch kullert, war das sicher eine sinnvolle Anschaffung.

Neue Wolle gab's heute aber trotzdemn: Aus unserer Sammelbestellung bei Handpainted Yarns bekam ich von Sylvie zwei fix und fertig gewickelte, wunderschöne giftig grüne Laceknäuel. Fotos folgen.

War auf alle Fälle ein wunderschöner Tag, danke an alle, die da waren!